interner Bereich


Sorge & Umgangsrecht

Eine Zusammenstellung zum Thema finden Sie hier:

Mädchen und Jungen im Frauenhaus

Mädchen und Jungen, die aus Familien stammen, in denen häusliche Gewalt stattgefunden hat, und die deshalb mit ihren Müttern ins Frauenhaus flüchten mussten, befinden sich, wie ihre Mütter, in einer Krise. Sie haben durch bewusstes oder unbewusstes eigenes Erleben den gewalttätigen Vater mitertragen und waren selbst psychischer, physischer oder sexualisierter Gewalt ausgesetzt.

In einer Studie des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gaben 60 % der befragten Frauen an, in der Paarbeziehung mit Kindern zusammengelebt zu haben, 57 % gaben an, dass die Kinder die Gewalthandlungen gehört hätten, und 50 %, dass die Kinder sie gesehen hätten. Jedes zehnte Kind wurde dabei selbst körperlich angegriffen.

Weiterlesen:
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Links und Texte zum Thema Sorge- und Umgangsrecht "Cochemer Weg/Cochemer Modell", FGG-Reformgesetz, § 8aSGB VIII:

Bundesweite Kampagne der Autonomen Frauenhäuser "Gewaltig groß werden" - Kein Sorge- und Umgangsrecht für gewalttätige Männer

Die bundesweite Kampagne der Autonomen Frauenhäuser "Gewaltig groß werden" - Kein Sorge- und Umgangsrecht für gewalttätige Männer! wurde im Rahmen der Fachtagung und des 30-jährigen Bestehens der Autonomen Frauenhäuser im November 2006 eröffnet. Mit der Kampagne sollen die skandalösen Probleme von gewaltbetroffenen Frauen und Kindern bezüglich der Sorge- und Umgangsrechtsregelungen mit gewalttätigen Männern öffentlich gemacht werden. In der Praxis werden gewaltbetroffene Frauen und ihre Kinder immer wieder damit konfrontiert, dass auch gewalttätigen Vätern das Sorge- oder Umgangsrecht mit dem Verweis auf das so genannte Kindeswohl zugesprochen wird und die betroffenen Frauen und Kinder durch einen gerichtlich verordneten Kontakt einer ständigen Bedrohungsituation ausgesetzt sind.
Durch gezielte Öffentlichkeitsarbeit soll eine gesellschaftliche Sensibilisierung für eine dringend erforderliche Veränderung der aktuellen Rechtsprechung hergestellt werden.

Kongress "Kinderschutz und Kindeswohl im Sorge- und Umgangsrecht"

Teil der Kampagne ist der am 18. und 19. Januar 2008 an der Fachhochschule Frankfurt stattfindende interdisziplinäre Kongress mit dem Arbeitstitel:
Kinderschutz und Kindeswohl im Sorge- und Umgangsrecht
Entwicklungen - Probleme - Lösungsansätze
Der geplante Kongress will die Aufmerksamkeit auf die massiven Konflikte vor allem im Kontext der Theorie und Praxis des Sorge- und Umgangsrechtes und der daraus folgenden Verletzungen des Kinder- und Frauenschutzes lenken.

Reform des Verfahrens in Familiensachen und den Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit/FamFG:

Anliegen des Entwurfs zu einer Reform des Verfahrens in Familiensachen ist, die Verfahrensregelung übersichtlicher und leichter verständlich zu gestalten. Im Reformprozess gilt es allerdings, die Situation der von häuslicher Gewalt betroffenen Frauen und Kinder zu berücksichtigen und die Reform daraufhin zu überprüfen und zu überarbeiten.
http://www.brak.de/seiten/pdf/Gesetzesentwuerfe/FamFG_FGG_Reformgesetz.pdf

Pressemitteilung Bundesjustizministerium:

  • "Reform des Verfahrens in Familiensachen und den Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit"
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  • "Mehr Schutz für gefährdete Kinder"
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  • "Zügige Entscheidungen in Familiensachen"
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  • "Besserer Schutz für gefährdete Kinder"
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  • "Besserer Schutz für Kinder: das neue Verfahren in Familiensachen"
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  • "Bundestag verabschiedet Gesetz zum besseren Schutz von Kindern"
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  • "Mehr Rechte für Kinder: Das neue Verfahren in Familiensachen"
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Stellungnahmen zum Referentenentwurf zum FamFG/FGG:

FGG-Reformgesetz

Am 09.05.2007 hat das Bundesministerium der Justiz (BMJ) in einer Pressemitteilung erklärt, dass das Kabinett eine grundlegende Reform familienrechtlicher Verfahren beschlossen habe, d.h. dass das FGG-Reformgesetz als Gesetzentwurf der Bundesregierung in den Bundesrat eingebracht wird. Das Gesetz soll Mitte 2009 in Kraft treten.

Gesetzentwurf der Bundesregierung: "Entwurf eines Gesetzes zur Reform des Verfahrens in Familiensachen und in den Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit (FGG-Reformgesetz-FGG-RG):
http://ssl.bmj.de/files/-/2092/RegE%20FGG-RG.pdf

Öffentliche Anhörung des Rechtsausschusses im Bundestag in Berlin am Mittwoch, 13. Februar 2008, 14.00 Uhr - FGG-Reformgesetz,Teil II: Familiengerichtliche Verfahren:

Liste der Sachverständigen: pdf-Download

Stellungnahmen der Sachverständigen:

  • Stellungnahme Dr. Ludwig Bergschneider  
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  • Stellungnahme Helmut Borth
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  • Stellungnahme Prof. Dr. Sibylla Flügge
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  • Stellungnahme Dr. Röse Häußermann
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  • Stellungnahme Dr. Frank Klinkhammer
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  • Stellungnahme Dr. Susanne Nothafft
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  • Stellungnahme Johannes Ohr
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  • Stellungnahme Ingeborg Rakete-Dombek
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  • Stellungnahme Prof. Dr. Ludwig Salgo
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  • Wortprotokoll der öffentlichen Anhörung vom 13. Februar 2008, 14 Uhr, in Berlin im Jakob-Kaiser-Haus
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hib - heute im Bundestag:

  • heute im Bundestag - 13.02.2008 Reform des Verfahrens in Familiensachen findet Zustimmung der Experten Rechtsausschuss (Anhörung)/Berlin:
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  • Auf Vorschlag von Bundesjustizministerin Brigitte Zypries hat der Deutsche Bundestag am 17.06.08 das Gesetz über das Verfahren in Familiensachen und in den Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit (FamFG) beschlossen. Der Bundesrat wird sich am 19.09.08 abschließend mit der Reform befassen:
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  • FGG-Reformgesetz: Übersicht über die wesentlichen Änderungen familiengerichtlicher Vorschriften:
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  • Der Bundesrat hat in seiner 847. Sitzung am 19. September 2008 beschlossen, dem vom Deutschen Bundestag am 27. Juni 2008 verabschiedeten Gesetz zur Reform des Verfahrens in Familiensachen und in den Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit (FGG-Reformgesetz-FGG-RG) gemäß Artikel 104a Abs. 4 des Grundgesetzes zu zustimmen.
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  • "Weg frei für neues Verfahren in Familiensachen"
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BIG

  • Anhörung im Rechtsausschuss am 13.02.08 zum Regierungsentwurf eines Gesetzes zur Reform des Verfahrens in Familiensachen und in den Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit (FGG-Reform)
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  • Ergänzende Stellungnahme zum Regierungsentwurf eines Gesetzes zur Reform des Verfahrens in Familiensachen und in den Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit:
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  • "Interdisziplinäre Zusammenarbeit im Familienkonflikt - Beschleunigtes Verfahren"
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Tanja Fauth-Engel:
"Die Elemente der "Cochemer Praxis" im FGG-Reformgesetz und deren Auswirkungen auf die Situation gewaltbetroffener Eltern"
http://www.saarland.de/dokumente/thema_justiz/Elemente_Cochemer_Praxis-Allgemein_Stand_Juni_2007-Internet.pdf
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Sabine Heinke:
"Umgangsrecht und Partnerschaftsgewalt - nicht nur ein mechanisches Problem oder: warum beschleunigte Verfahren gefährlich sein können und gut gemeint nicht dasselbe ist"
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Weitere Texte:
Entwurf eines Gesetzes zur Erleichterung familiengerichtlicher Maßnahmen bei Gefährdung des Kindeswohls
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Abschlussbericht der Arbeitsgruppe "Familiengerichtliche Maßnahmen bei Gefährdung des Kindeswohls" vom 17. November 2006
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Cochemer Modell/Cochemer Weg:

Das Cochemer Modell ist ein Modellprojekt eines Arbeitskreises in Cochem. Ziel des Modells soll sein, die Sorgerechts- und Umgangsregelung bei Trennung und Scheidung zu beschleunigen, zu vereinfachen und das Kindeswohl mehr in Betracht zu nehmen. VAMV, der Verband alleinerziehender Mütter und Väter hat eine Stellungnahme herausgegeben, die die Grenzen der Anwendbarkeit aufzeigt.
Die Hauptproblematik besteht darin, dass das Cochemer Modell keine Unterscheidung trifft zwischen Paaren, in denen Gewalt von einem Elternteil gegen den anderen Elternteil verübt wurde und Paaren bei denen keine Gewalt ausgeübt wurde.
http://www.ak-cochem.de/

http://www.lwl.org/lja-download/pdf/nr14-2005_Anlage_Darstellung_Entwicklung.pdf
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Stellungnahmen zum "Cochemer Weg/Cochemer Modell":

VAMV:

Weitere Artikel zum Sorge- und Umgangsrecht:

Anita Heiliger:

Anita Heiliger lenkt in ihren Veröffentlichungen die Aufmerksamkeit auf die Veränderungen in den Sorge- und Umgangsrechtsentscheidungen, die seit der Kindschaftsrechtsreform 1998 entstanden sind. Sie betont, dass die daraufhin häufig rigide getroffenen Entscheidungen für ein Umgangsrecht der Väter oft dem Kindeswohl entgegen stehen. Vätern wurde nach der Kindschaftsrechtsreform Kontakt mit den Kindern erlaubt, obwohl sie Psychoterror, körperliche, sexuelle Gewalt gegen die Mutter oder das Kind ausgeübt haben.

Elke Ostbomk-Fischer:

Dr. Kerima Kostka:

"Die gemeinsame elterliche Sorge bei Trennung und Scheidung - ein Blick auf die Begleitforschung zur Kindschaftsrechtsreform"
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Prof. Dr. Ludwig Salgo:

"Das neue Kindschaftsrecht. Die gesetzliche Neuregelung in den Bereichen elterliche Sorge, Umgangsrecht und Vertretung von KIndern in familiengerichtlichen Verfahren":
http://www.stangl-taller.at/50JAHRE/REFERENTEN/salgo.html
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AGAP:

"Stellungnahme der AGAP: Gewaltschutzgesetz versus Sorge- und Umgangsrecht"
http://www.autonome-frauenhaeuser-zif.de/pdf/themen/th_01_agap_kindschaftsrecht.pdf

Autonomes Frauenhaus Elmshorn:

"Das neue Kindschaftsrecht vom 01.07.1998 und die Auswirkungen auf die praktische Frauenhausarbeit"
http://www.autonome-frauenhaeuser-zif.de/pdf/themen/th_01_elmshorn.pdf

Berliner Interventionszentrale bei häuslicher Gewalt - BIG:

"Begleiteter Umgang bei häuslicher Gewalt - Handlungsleitlinien"
http://www.big-interventionszentrale.de/veroeffentlichungen/broschueren/pdfs/begleiteter_umgang.pdf
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Artikel gegen Väteraufbruch:

Magnus Klaue:

http://www.kofra.de/htm/PDF/ak%20M%FCtter/Artikel%20gegen%20V%E4teraufbruch.Magnus%20Klaue-fertig.pdf

Artikel zum § 8a SGB VIII:

Der PARITÄTISCHE Hamburg:

<Arbeitshilfe zum Kinderschutz - 3 8a SGB VIII in Frauenhäusern und anderen Einrichtungen des Opferschutzes"
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DPWV:

"Hinweise zur Umsetzung des Schutzauftrags bei Kindeswohlgefährungen nach § 8 a SGB VIII und zum Abschluss entsprechender Vereinbarungen - Empfehlungen des PARTITÄTISCHEN Gesamtverbandes"
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