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Am 25. November 2015 um 10.00 Uhr wurde die Wanderausstellung "AUF DER SCHWELLE" im Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter der Landes Nordrhein-Westfalen eröffnet.

Zur Eröffnung begrüßte die Staatssekretärin Martina Hoffmann-Badache die zahlreich erschienenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Hauses und bedankte sich bei der Fotografin Brigitte Kraemer und den Vertreterinnen der LAG Autonomer Frauenhäuser NRW e.V. für die Gestaltung der Ausstellung und des Fotobuches.
Angesichts der erschreckenden Tatsache, dass jede vierte Frau in Deutschland in ihrem Leben mindestens einmal Gewalt durch einen aktuellen oder ehemaligen Partner erlebt hat, sei die Arbeit der Frauenhäuser zum Schutz von Frauen und Kindern vor häuslicher Gewalt unverzichtbar. Frau Hoffmann-Badache nahm auch Bezug auf die derzeitige Lage von geflüchteten Frauen, die traumatisierende Erfahrungen vor und während der Flucht, aber auch in den hiesigen Unterkünften machen und ebenfalls Schutz und Hilfe benötigen!

Für die LAG Autonomer Frauenhäuser NRW e.V. bedankte sich die Koordinatorin Claudia Fritsche eim MGEPA für die Unterstützung zur Erstellung der Fotoausstellung und des Buches. "Die Fotos geben authentische Einblicke in das Alltagsleben im Frauenhaus. Sie zeigen die Würde der Frauen und Kinder, ihr Zusammenleben über kulturelle Grenzen hinweg und Situationen, die unter die Haut gehen. Hier leben Heldinnen des Alltags, mutig, stark und eigenwillig. Die Ausstellung zeigt das Frauenhaus als einen Lebensort, an dem Frauen ankommen und den sie sich zu Eigen machen; einen Ort, der Raum und Zeit gewährt, zu sich zu kommen". Am Ende wies Claudia Fritsche noch darauf hin, dass nach 40 Jahren die Arbeit der Frauenhäuser immer noch nicht finanziell gesichert sei und somit die "Schwelle" in ein Frauenhaus zu gehen für die von Gewalt betroffenen Frauen manchmal sehr hoch bis unerreichbar bleibe.

Brigitte Kramer beschrieb den Prozess, der über mehrere Jahrzehnte von ersten Fotografien während ihres Studiums bis zu Fertigstellung des Fotobuches in 2014 sie immer wieder in Frauenhäuser geführt habe. Viele Frauen hätten ihr Einblick in ihr alltägliches Leben im Frauenhaus gewährt; keines der Fotos sei inszeniert. Neben Trauer und Nachdenklichkeit seien ihr vor allem Mut und Entschlossenheit etwas Neues anzufangen sowie neue Freundschaften zu schließen begegnet.

Ab dem 25.11.2015 sind die Fotos für zwei Wochen im Foyer der 4. Etage am Horionplatz 1 in Düsseldorf ausgestellt, wo sie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Ministeriums und auch weiterer Ministerien sowie auch deren Besucherinnen und Besucher auf dem Weg in die Kantine ansprechen und informieren.

2015.11.25 F1

2015.11.25 F2